Freitag, 16. Januar 2009

!!! ACHTUNG !!!

Das machine is nicht fur gefingerpoken und mittengrabben. Ist easy schnappen der springenwerk, blowenfusen und corkenpoppen mit spitzensparken. Ist nicht fur gewerken by das dummkopfen. Das rubbernecken sightseeren keepen hands in das pockets. Relaxen und vatch das blinkenlights!!!

Dieser Text steht an einem von unseren SEMs... 

Sonntag, 14. Dezember 2008

Brrrr....

- 26 Grad... Kuehlhaus ist nischt dagegen. Aber alles Powder. 

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Vermutlich keine weißen Weihnachten dieses Jahr...

Jetzt wollen wir doch mal sehen wer überhaupt alles meinen Blog noch liest: Ich bin ab meinem Geburtstag bis Neujahr in Dresden.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Endlich ein bisschen Kanada-Wetter....

.... - 16 Grad... Naja, geht doch.

Freitag, 7. November 2008

Science to Society Workshop - Banff National Park


Wie bekommt man Laborjunkies zu Mitglieder der Gesellschaft die auch mal tatsächlich Mehrwert kreieren? Am besten indem man Wissenschaftler mit Hang zur Wissenschaft und doch ausgeprägtem Laborfluchtbewußtsein zu einem Workshop über Technologie Kommerzialisierung einlädt.

2 Tage in einem der schönsten Nationalparks in Amerika, dem Banff National Park. Dahin kommen war nicht ganz einfach, einmal weil man sich für ein Stipendium bewerben musste damit man die Kohle dafür überhaupt bezahlen kann und einmal weils mehr als 4 Stunden von Edmonton mit dem Auto entfernt ist. Zum Glück hat Jaron, ein anderer Grad Student aus meinem Labor auch das Stipendium gekriegt. So konnten wir beide mit seinem alten, richtig coolen GM Pickup dahin düsen. Bis man es in die Nationalparks schafft ist Alberta erst einmal übersäht von Farmland, Kühen, Bisons und Ranches. Dazu noch ein wenig Country Musik auf der Fahrt und man greift geistesabwesend an den Kopf um sich seinen Cowboy Hut zu richten.

Der Workshop fand in einem Hotel statt dass sich einen Namen als Kultur und Tagungszentrum in Alberta gemacht hat - das Banff Centre. Im Dunkeln soweit ganz gut, typische Hotelräume mit MiniBar und RiesenBett. Doch die Stimmung wandelt sich schnell sobald man morgens bei Frühstück aus seiner Geistesabwesenheit, gepusht mit etwas Kaffee und Ham & Eggs erwacht... Alles BERGE hier !!!! Ein super Panorama Blick der einen von seiner Hauptaufgabe, nämlich Lernen, ein wenig ablenkt.


Zum Workshop waren so 20 Studenten da die alle irgendetwas absolut unkommerzialisierbares gemacht haben. Jedoch kommt das auf die Perspektive an und nach dem Workshop hatte ich tatsächlich den Eindruck dass mehr in Wissenschaft drin steckt als gedacht. Einige Venture Capitalists waren da und haben Vorträge darüber gehalten was ein Unternehmen erfolgreich macht und wonach sie suchen. Wirtschaftsprofessoren haben über das Gründen gesprochen. Ein Patentanwalt gab wertvolle Tips wie man seine Erfindung vor dem mopsen schützt. Am eindrucksvollsten war jedoch ein Vortrag von einem absoluten Jungunternehmer, der war locker 5 Jahre jünger als ich als er seine Firma gegründet hatte die er dann später für 30 Millionen verkauft hat. Wenn das keine Motivation ist.... .
Ich also gleich wieder zurück mit Jaron, Berge, Bäume, Kühe, Bisons, Silos, Highway, Pickups, Trucks, Ampeln, Uni, Labor und ran an die Arbeit....

P.S.: Was macht man im Stau aufm Highway? Natürlich über den grünen Mittelstreifen auf die Gegenspur brausen, die erste Ausfahrt nehmen und auf einem Feldweg neben dem Highway langpreschen sodaß der Typ der hinter uns gefahren ist sich wie im Western gefühlt haben muss bei all dem aufgewirbelten Staub. War voll cool. In Deutschland absolut unmachbar weil wir auf der Autobahn in der Mitte ne Leitplanke haben die immer so schwer zu durchfahren ist.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Jasper National Park

Nun wird es mal Zeit fuer einen Post, der eigentlich schon vor langer Zeit passiert ist. Stellt Euch einfach vor, dass es erst gestern war. Gleich in der 1. Woche in der ich hier angekommen bin, da konnte ich gar nicht lange rumgucken, wurde ich gleich von Katie, John und Graeme (fast alles Kollegen von mir) nach Jasper gefahren - mit Kuehlbox, Zelt und Schlafsack und etc. Wenn wir mal ehrlich sind, die Kuehlbox haben wir eigentlich nicht gebraucht. Jasper ist schon ziemlich hoch, vielleicht so 1200 m oder so. Wer es genau wissen will, der sei auf die moderne google Earth Technik verwiesen. Wir waren zwei Tage da und es war nicht nur richtig schoen, sondern auch ein wenig richtig schoen kalt.

Die zwei Tage haben wir vorwiegend mit Wandern auf den Hochebenen verbracht - den Icefields. Wenn ich raten wuerde, wuerde ich sagen die heissen Icefields weil das Ebenen sind, die Gletscher frueher mal Bulldozer artig planiert haben. Und auch heute noch gibt es eine Menge Gletscher in Jasper. Was mich besonders gluecklich macht, weil es viel ueber das Trinkwasserangebot in Kanada aussagt. Bei einer unserer Wanderungen in einem wunderbaren Bergflusstal gab es dann auch den ersten Schnee, kein Wunder war ja auch schon August.

Mal nebenbei, Kanada produziert 59 % seiner Elektrizitaet aus Wasserkraft - mehr als die Haelfte ! Deswegen machen die sich auch keine Gedanken um all die Klimaanlagen, die selbst dann laufen, selbst wenn es draussen gerade mal 15 C sind.

Auch an Tieren haben wir zu allen Tageszeiten alle moeglichen gesehen, nur keinen Baeren. Zwar hatten Graeme und John beide ein Baerenspray dabei, also son Spray das man aehnlich wie ein Pfefferspray dem Baeren ins Gesicht spruehen kann. Allerdings glaube ich nicht, dass wenn uns ein Grizzly ueber den Weg gelaufen waere, einer von beiden das Spray schnell genug aus dem Rucksack gekramt haette, es entsichert und dann den Baeren angesprueht haette. Wenn man jedoch erstmal in der Wildnis ist und sowieso keine andere Wahl haette im Falle des Falles, dann glaubt man dass so ziemlich alles moeglich ist. John hat mir allerdings erklaert dass man nicht schneller als der Baer rennen muss, sondern nur schneller als der letzte in der Gruppe.


Jedenfalls abgesehen von Baerenkot, nicht viele Baeren unterwegs. Dafuer aber Elche, Gemsen, Eichoernchen und Chipmunks noch und noecher, Hasen und sogar ein Rotluchs. Das war ziemlich schoen zu sehen dass die Natur richtig lebt. Und da die Parks so gigantisch gross sind, koennen die Tiere sich auch richtig schoen ausbreiten. Uebrigens, Feldhasen gibt es bei uns auch viele an der Uni zu allen Tageszeiten, das ist hier gar nichts besonderes. Weiss nur nicht was die studieren.

Dienstag, 16. September 2008

Petition

Micha
in Canada

He, du da
in Canada?
Schön, ja?
Hoffe ma
wunderba.
Dann hurra!

Mehr Bilda,
und blabla!
Hier lala,
a la,
mach ma!
Na da.

Maria




Ja, ja
hier voll in Canada!
Alles supa,
alles kla.

Vorlesung, Labor, Experimente,
aenglische Taestaetour, Football und comprendre,
Viel Pflichten,
doch Sprachbarrieren mitnichten.

Kurz,
Alles in Butter,
alles im Lot.

Nur eben Zeit tut Not.


Sonntag, 14. September 2008

Def: Lumberjack

Falls jemand noch nicht genau weiß was ein Lumberjack ist, so gibt Youtube zusammen mit Michael Palin die folgende Definition in deutsch oder englisch. Beide Videos geben eine leicht unterschiedliche Definition. Daher lohnt es sich beide anzusehen.

By the way, natürlich gibt es Lumberjacks auch bei uns.

Senf

Übrigens, wenn ihr Kommentare habt oder Euren Senf dazugeben wollt, dann würde ich mich sehr freuen. Das würde nämlich bedeuten, dass tatsächlich jemand diesen Kram auch noch liest.

Kommen wir nun zu etwas völlig anderem....

Viele von Euch wissen ja, dass zum Promovieren in Canada auch das Besuchen von Vorlesungen im 1. Jahr gehört. Die Vorlesungen sollten etwas mit dem Forschungsthema zu tun haben, können aber auch ein wenig weitreichender sein. In meinem Fall also Psychologie (für Ingenieurs-Führungskräfte). Die Vorlesung fing damit an, dass wir ein wenig über Gehirn und Bewußtsein geredet haben und dann mit den ganzen Persönlichkeitstheorie losgelegt haben. Angefangen haben wir dann also mit der dispositional perspective on human personality. In dieser Perspektive / Schule gibts diese ganzen Tests die man wirklich nicht zu ernst nehmen sollte, wobei auch manchmal interessante neue Einsichten rauskommen. Wer also mal gern wissen will was er für ein komischer Kauz(in) ist, sollte mal hier den Jung's Topology Test machen. Der ist einfach, schnell und ein wenig Wahrheit ist auch dran. Dazu ist dann auch noch die keirsey website mit Erklärungen. Mir hats ein wenig die Augen geöffnet ...

Samstag, 13. September 2008

Passierschein A 38

Wie sich das gehört ist man vom ersten Tag auch sogleich ein wenig Bürokratie ausgesetzt. Allerdings ist die Rennerei vergleichmäßig sehr klein gegenüber Deutschland. In ca. 4 Tagen schafft man es sich eine Sozialversicherungsnummer, Krankenkasse, Uni Karte (die braucht man hier für eigentlich fast alles) und ein Bankkonto zuzulegen. Also sehr einfach, nur eben alles in English. Die Beamten sind sehr nett und wenn man sagt dass man aus Deutschland ist, sogar noch ein wenig netter, weiß auch nicht warum.

Eine andere Sache sind die Entfernungen... Dresden ist ein Paradies des öffentlichen Nahverkehrs. Edmonton hat für nordamerikanische Verhältnisse auch einen sehr guten Nahverkehr, nur sind die Wege die man hier so geht trotzdem ziemlich lang. Wenn man faul ist, legt man sich dann doch ein Auto zu, obwohl es auch anders geht. Auto ist grundsätzlich nicht schlecht, da die billigen Super Malls alle außerhalb der Stadt liegen und weil man so auch viel besser zu den Rockies in die Nationalparks kommt. Dort ohne Auto unterwegs zu sein ist praktisch unmöglich. Trotzdem gibt es Studenten Klubs die ab und zu Reisen in die Rockys machen, sich also zusammen tun, Bus chartern und Hotel und sowas organisieren.

Die Arbeitsumgebung hingegen ist fantastisch. Hier gibt es praktisch jede Anlage und Maschine für alles und jede Methode. Das Elektroingenieurwesen Gebäude ist vom feinsten ausgestattet. Ich arbeite hauptsächlich in einem Dünnschichtlabor wo wir unterschiedliche Depositionsmaschinen haben. Zusätzlich gibt es noch einen großen Reinraum nebenan für die kleinen Dinge im Leben. Damit noch nicht genug gibt es neben dem Elektroingenieursgebäude noch das National Institute for Nanotechnology. Dieses enthält wirklich alles wonach die Forscherseele sich ab und zu sehnt. Die U of Alberta gehört zu den besten Ingenieurs Unis der Welt und wenn man hier ist, sieht man das auch sofort. Die Arbeitsgruppe ist voller Leute die eine Menge Humor und eine Menge auf dem Kasten haben.Die meisten sind auch sehr gesellig für canadische Verhältnisse. wie man sich das vorstellt spielt Rang keine so überragende Rolle. Respekt ist jedoch, wie überall, sehr wichtig, auch wenn man jeden mit dem Vornamen anspricht. Jetzt muss ich nur noch aufpassen dass Arbeiten nicht zuviel Spaß macht.

Arrival in Canada

Bevor ich meinen Flug antrat war ich ziemlich confused und verwirrt weil ich plötzlich allein auf mich gestellt war und alle Menschen die mir was bedeuten plötzlich nicht mehr da waren. Der Abschied von Europa war nicht gerade einfach. Das man dann noch ständig auf dem Flughafen von den Security Guys gefragt wird, wer man eigentlich ist und wo man eigentlich hin will, macht es nicht gerade einfacher. Auch als die Flugbegleiterin meine Bordkarte nimmt und zerreißt tut das der Verwirrung nicht wirklich Abbruch. Kurz gesagt Heathrow ist chaotisch.

Nichtdestotrotz habe ich dann plötzlich im Stress auch wieder eine neue Bordkarte von derselben Flugbegleiterin bekommen. Diese entpuppte sich dann plötzlich als Sitzplatz 1A. Muss wohl ein Fehler sein dachte ich mir, aber gut dass ich meinen eigentlichen Sitzplatz (23 D) noch im Kopf hatte. Als ich dann endlich das Flugzeug betrat und zu meinem Sitzplatz gelotst wurde viel mir dann doch langsam der angenehme Service und die ganzen komfortablen Dinge rings um meinen Sitzplatz auf. Irgendwie bin ich wohl in der 1. Klasse gelandet (wo ich auch hingehöre :-) ). Damit ließen sich die 9 Stunden Flug jedenfalls richtig gut aushalten.

Bei der Ankunft wird man dann wieder von ziemlich wachsamen Beamten befragt und geprüft und wenn man lieb war, darf man sich sein Visum vom Beamten abholen. Als ich aus dem Flughafen herauskam wurde ich auch sogleich vom einem Kollegen abgeholt und bevor ich viel sagen konnte, landete ich in einer völlig neuen Umgebung. Das Wetter war wohl genau so wie man sich das in Canada vorstellt, 35 °C im Schatten.

London - Pre-Canadian Era

Alles hat wohl hier angefangen. Irgendwann müssen sich die Engländer gedacht haben, dass es Nord Amerika später mal richtig toll wird und deswegen haben sie sich entschieden Nord Amerika zu kolonialisieren. Zwar haben die USA dann irgendwann keinen Bock mehr gehabt, doch die Canadier machen noch richtig mit. Wenn man also Canada verstehen will muss man England verstehen (völliger Humbug, aber klingt gut). Obwohl die Ursprünge des modernen Canada sicher auch irgendwo in London zu finden sind, hat London mit Canada ungefähr soviel gemeinsam wie Sachsen mit Bayern, Pasteten mit Hamburgern oder Aston Martins mit Dodge Ram Pickups.


Dennoch hat es sich glücklicherweise ergeben die ersten Tage der Reise in London mit Anne und Leigh zusammen zu verbringen. Das coolste an London: alles ist so teuer dass man am besten Finanzmanager ist um die Tage hier einigermaßen auf dem selben Lebensqualität-Niveau zu verbringen wie eine deutsche untere Mittelklasse-Familie in der deutschen Provinz. Wenn man zum Beispiel in der City arbeitet und einen Arbeitsweg von unter 30 min haben will und mit seinen Kindern in einer Gegend wohnen will wo es einigermaßen ruhig zugeht, sind 3000 EUR monatliche Miete keine Seltenheit. London ist sehr belebt, voller Leute die das ganze Spektrum von arm bis reich, irre bis steril, kreativ bis yuppy soldat, sagem bis blackberry und Kneipenbesitzer bis Imperator voll abdecken. Aber das wißt ihr wahrscheinlich selbst alles.

Speaker's Corner stellt da letztlich nur die Speerspitze der crazy guys dar. Wenn man nach irgendwelchen Spinnern sucht ist man hier an der richtigen Addresse. Lediglich einer hat uns sehr beeindruckt. Der Spinner der über die Spinner gesponnen hat, der war dann letztlich der vernünftigste von allen. Und auch ein anderer Redner (der Typ mit der Zigarette und Glatze) fiel durch seine wortgewandten politischen Forderungen auf: "All the girls please undress now !".


Bei soviel Tiefsinn hat auch uns der Wissensdurst gepackt und so sind waren wir im Natural History Museum, Science Museum und im British Museum. Das British Museum wurde uns insbesondere vom Paule und Zarl empfohlen: "Eh, nur irgendwelche Flaschen da... voll langweilig dort. " Flaschen hab ich dort keine gesehen, dafür Mumien, riesen Statuen und indische Heilige in Kamasutra Stellungen aus Gold (oder sowas). War also nich so schlimm.

Wir hatten jedenfalls viel Spaß. Leigh war ein ausgezeichneter Gastgeber und nach allem Gerede über Steak Sandwiches hat er doch letztlich die konkurrenzlose Killer-Applikation eines Steak-Sandwiches serviert. Damit kommen nicht mal die Canadier mit :-)